Logopädie 

Andrea Kogelbauer BSc


Herzlich willkommen 
in meiner

logopädischen Praxis 

in Friedberg am Wechsel!

Aktuelles

 

Als Vertragslogopädin der ÖGK rechne ich direkt mit der Krankenkasse ab. 

Das bedeutet, dass für Sie keine Kosten entstehen,
wenn Sie bei der ÖGK krankenversichert sind.

 Vereinbarte Therapieeinheiten müssen mindestens 24 Stunden vorher abgesagt werden. Ansonsten wird die Therapie in Rechnung gestellt.
Zur Sicherstellung des reibungslosen Ablaufes Ihrer Behandlung ist es notwendig, dass die vereinbarten Termine und Behandlungszeiten exakt eingehalten werden.
Ich ersuche Sie daher, vereinbarte Termine, die von Ihnen nicht eingehalten werden können, zeitgerecht – also spätestens einen Werktag (24 Stunden) im Voraus – abzusagen. Bei Absagen, die zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, wird ein Ausfallshonorar verrechnet. Eine Erstattung des Ausfallshonorars durch die ÖGK ist nicht möglich.
Ebenso ist es auch wichtig, dass Behandlungen zum vereinbarten Zeitpunkt begonnen werden können – um pünktliches Erscheinen zum vereinbarten Termin bzw. Anwesenheit beim vereinbarten Termin wird daher dringend ersucht.
Die zu Beginn einer Behandlung infolge von verspätetem Erscheinen der Patientin/des Patienten versäumte Zeit kann nicht durch ein Verschieben der Behandlungszeit eingeholt werden – bitte bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass sich verkürzte Behandlungszeiten auch auf den Erfolg der Behandlung negativ auswirken.
Bei wiederholt verspätetem Erscheinen oder wiederholtem Absagen von Terminen behalte ich mir vor, die Fortsetzung der Behandlung
abzulehnen.

Danke für Ihr Verständnis!

Die Zauberkraft des Vorlesens

https://topos.orf.at/kinderbuecher-vorlesen100 (abgerufen am 29.10.2024)

Angesichts allgegenwärtiger Smartphones und Streamingdienste ist es für Eltern und Lehrkräfte eine wachsende Herausforderung, Kinder für das Lesen zu begeistern. Dabei spielt gerade das Vorlesen für die frühkindliche Entwicklung der kognitiven, emotionalen und sozialen Reife eine zentrale Rolle. ORF Topos hat darüber mit einem Gesundheitspsychologen gesprochen, mehrere Studien ausgewertet – und empfiehlt die besten Vorlesebücher für den Herbst.


Kinder erleben in den ersten Jahren eine entscheidende Phase des Spracherwerbs. Die regelmäßige Beschäftigung mit Büchern, ob durch selbstständiges Blättern oder gemeinsames Vorlesen, fördert das Sprachverständnis und erweitert den Wortschatz, wie zahlreiche Studien belegen. Vor allem das Ritual des Vorlesens ist von unschätzbarem Wert. Es schafft Nähe, stärkt die Bindung zwischen Eltern und Kindern und bringt komplexe Sprachstrukturen, neue Begriffe und unterschiedliche Sprachmuster in den Alltag der Kleinsten, die durch Zuhören und Nachahmen ihre eigene Sprachkompetenz entwickeln.

Stefan Höfer, Experte für Gesundheitspsychologie an der Innsbrucker Universitätsklinik für medizinische Psychologie, im Gespräch mit ORF Topos über den positiven Effekt des Vorlesens: „Vorlesen ist ein zentraler Faktor für das Wohlbefinden von Kindern. Es stärkt die positive Beziehung, weil ich mir als Bezugsperson Zeit nehme und mich dem Kind widme.“ Diese Form der Interaktion, so Höfer, hilft dem Kind dabei, sich sicher und geborgen zu fühlen, was sich sowohl kurzfristig als auch langfristig positiv auf dessen emotionale Entwicklung auswirkt.

Die legendäre Kinderbuchautorin Vera Ferra-Mikura liest eines ihrer Gedichte vor (1964, ORF-Sendung „Kinderbücher“)

Fantasie, Kreativität und soziales Empfinden

Seit 2007 macht das Deutsche Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen mit dem jährlich veröffentlichten Vorlesemonitor auf die Bedeutung des Vorlesens aufmerksam. Auch die jüngste Studie zu verschiedenen Themen rund um das Vorlesen zeigt klar dessen Wert schon im frühen Säuglings- und Kleinkindalter.

Demzufolge fördert das Vorlesen in großem Maße die Fantasie und Kreativität sowie das soziale Empfinden von Kindern und bietet so eine wertvolle Möglichkeit, die emotionale Kompetenz zu stärken. Das Vorgelesen-Bekommen von Büchern gehe weit über den klassischen Bildungseffekt hinaus, heißt es da. Es könne vor allem auch in schwierigen Situationen – sei es bei Themen wie Verlust, Freundschaft und Angst – als Trostspender dienen und dabei helfen, komplexe Gefühle zu verarbeiten.

Alles, nur keine „zwanghaften Botschaften“

Augenmerk sollte dabei auf die Auswahl der Geschichten gelegt werden, so Höfer: „Es gibt viele Kinderbücher, die zeigen, wie Kinder ihre Emotionen in schwierigen Situationen meistern. Dadurch lernt das Kind, mit alltäglichen Herausforderungen wie Streit oder Traurigkeit umzugehen, was wiederum die Resilienz und Stressbewältigung fördert.“

Gleichzeitig warnt Höfer davor, das Vorlesen auf rein pädagogische Zwecke zu reduzieren: „Es ist wichtig, dass das Vorlesen Freude bereitet und als positiver Moment erlebt wird – es sollte nicht darum gehen, zwanghaft Botschaften zu vermitteln.“

Vorlesen als Entwicklungsbooster 

Den Wert des Vorlesens für eine positive geistige Entwicklung hebt auch eine Studie der Universität Cambridge aus dem Jahr 2023 hervor. So trägt das „reading for pleasure“ (Lesen zum Vergnügen) in der frühen Kindheit entscheidend zur Entwicklung von Lese- und Sprachfähigkeiten bei. Die Studie zeigt unter anderem, dass Kinder durch das Vorlesen und die Unterstützung von Bezugspersonen bereits in jungen Jahren lernen, gedruckte Informationen zu entschlüsseln, das Prinzip des Alphabets und phonetische Prozesse zu verstehen und aktiv über die vorgelesenen Inhalte zu diskutieren. 

Die Analyse der Daten von über 10.000 Jugendlichen zeigte außerdem, dass frühes Vorlesen und Lesen (zwischen zwei und neun Jahren) mit besseren kognitiven Leistungen, verbesserter mentaler Gesundheit und einer gesünderen Gehirnentwicklung im Jugendalter verbunden sind. Kinder, die früh gerne lasen, schnitten in Tests zu Gedächtnis, Sprachentwicklung und akademischen Leistungen besser ab. Sie zeigten auch weniger Anzeichen von Stress und Depression und hatten bessere Verhaltenswerte. Weiters soll die Freude am Lesen langfristig positive Auswirkungen auf das Leben eines Kindes haben, einschließlich geringerer Bildschirmnutzung und besserer Schlafqualität.

Buch versus digitale Medien

Heutzutage stehen Eltern besonders vor der Frage, ob digitale Medien eine adäquate Alternative zum traditionellen Vorlesen darstellen. Gesundheitspsychologe Dr. Höfer sieht hier deutliche Unterschiede: „Vorlesen ist immer wertvoller, als eine Geschichte nur zu sehen, etwa in einem Film. Wenn ein Kind eine Geschichte liest oder vorgelesen bekommt, entstehen in seinem Kopf eigene Bilder und Gedanken, was die Fantasie und Kreativität viel stärker anregt.“ Während Hörbücher und andere digitale Medien durchaus eine Ergänzung sein können, unterstreicht Höfer, dass die persönliche Interaktion beim Vorlesen von unschätzbarem Wert ist.

Dennoch sieht Höfer auch einen Platz für digitale Alternativen, wenn etwa keine Bezugsperson verfügbar ist: „Wenn keine Person da ist, die vorlesen kann, machen gesprochene Medien wie Hörbücher oder Tonieboxen durchaus Sinn. Sie können Kindern eine beruhigende und vertraute Umgebung bieten, etwa wenn sie eine Lieblingsgeschichte wieder und wieder hören.“ Der wichtigste Aspekt bleibt jedoch die Nähe und Beziehung, die durch das gemeinsame Vorlesen aufgebaut wird.

Eine Million Worte mehr

Neben der emotionalen und sprachlichen Entwicklung pochen Fachleute besonders auf den langfristigen Einfluss, den Bücher auf Kinder haben können. So entwickeln Kinder, die früh an Bücher herangeführt werden, eine tief verwurzelte Freude am Lernen.

2019 ließ eine Studie der Ohio State University aufhorchen, die zeigt, dass Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, bis zu 1,4 Millionen Wörter mehr hören, bevor sie in die Schule kommen, als Kinder, denen nicht vorgelesen wird. Diese Million mehr an Worten hat weitreichende Folgen: Kinder, die frühzeitig sprachlich gefördert werden, schneiden später in der Schule und auch beruflich besser ab.

Kinderliteratur ist also weit mehr als nur eine Beschäftigung für regnerische Nachmittage, vielmehr prägt sie die sprachliche und emotionale Entwicklung und legt den Grundstein für lebenslange Neugier und Lernfreude. Vorlesen schafft eine enge Bindung, stärkt die Fantasie und trägt langfristig zum Wohlbefinden und zur Resilienz von Kindern bei.

ORF-Sendung „Kinderbücher“
Im Folgenden noch die gesamte Sendung aus dem Jahr 1964, aus der weiter oben bereits ein kurzer Ausschnitt zu sehen war. Sie birgt einige zeitgeschichtliche Schätze, so werden etwa die Arbeit des Buchklubs der Jugend vorgestellt und zwei Bücher, die sich mit dem Holocaust auseinandersetzen. Eines davon hat Käthe Recheis geschrieben, die hier in einem Interview zu sehen ist, das für sich selbst auf schmerzhafte Weise ein Zeitdokument darstellt (gleich der erste Beitrag). Rüde erklärt der Moderator der Sendung Recheis’ Buch, weil er mit ihrer eigenen Interpretation nicht zufrieden war.

ORF-Sendung „Kinderbücher“ (1964): Käthe Recheis, Mira Lobe, Vera Ferra-Mikurra und Co.


Bücher-Tipps für den Herbst:

  • Cristina Petit: Kommst du mit? Mit Illustrationen von Chiara Ficarelli. Aus dem Italienischen von Anne Brauner. Achse Verlag, 48 Seiten, 24 Euro, ab drei Jahren. 
  • Duncan Beedie: Einschlafen ist schwer, denkt der Bär. DK Verlag-Kids, 40 Seiten, 15 Euro, ab drei Jahren. 
  • David LaRochelle: Uppppps! Entschuldigung! Mit Illustrationen von Mike Wohnoutka. Penguin Junior, 32 Seiten, 16 Euro, ab drei Jahren. 
  • Anka Schwelgin: Der Recyclosaurus. CalmeMara Verlag, 36 Seiten, 23,50 Euro, ab vier Jahren. 
  • Lisa-Viktoria Niederberger: Helle Sterne, dunkle Nacht. Mit Illustrationen von Anna Horak. Achse Verlag, 36 Seiten, 24 Euro, ab fünf Jahren. 
  • Daniel Fehr: Da war ich noch nie! Mit Illustrationen von Raffaela Schöbitz. Jungbrunnen, 32 Seiten, 18 Euro, ab vier Jahren. 
  • Karin Ammerer: Nächste Stunde Gruselkunde. Mit Illustrationen von Stefan Torreiter. G&G Verlag, 64 Seiten, 11 Euro, ab sieben Jahren.


Elisabeth Nikbakhsh (Text), ORF Topos

Links:

Studie der Cambridge University
Vorlesemonitor (Deutsches Institut für Lese- und Medienforschung)
Studie „The Million Word Gap“ (Ohio State University)

 

 

Sprachfortschritt bei Kleinkindern: 25 Ausdrücke, die mit zwei Jahren beherrscht werden sollten 

Stand: 29.10.2024, 05:14 Uhr 

Mama, Papa, Auto: Bis zur U7 existiert ein grundlegender Wortschatz, der die Sprachentwicklung von Kindern darstellt. Diese Wörter sind besonders wichtig. 

Rund um den zweiten Geburtstag wird die U7-Untersuchung fällig. Diese beinhaltet unter anderem eine Überprüfung des Wortschatzes Ihres Kindes. Doch welche und wie viele Wörter sollten Kinder in diesem Alter tatsächlich beherrschen? 

Ersten Wörter: Einfache ein- und zweisilbige Ausdrücke 

Die Freude ist groß, wenn das Kind sein erstes Wort spricht, und Eltern sind berechtigterweise stolz. In der Regel beginnen Kinder im ersten Lebensjahr zu sprechen, wobei sie sich meist auf einfache ein- oder zweisilbige Wörter beschränken. Interessanterweise ist „Mama“ laut einer deutschen Studie des Meinungsforschungsinstituts „Icon Kids & Youth“ auf Platz eins der ersten Wörter von Kindern. “Papa” hingegen erreicht mit 16 Prozent nur den vierten Platz. Bis zum zweiten Lebensjahr erweitert sich der Wortschatz stetig und auch dreisilbige Wörter wie “Ba-na-ne” oder “Hoch-he-ben” kommen hinzu. 


Sprachentwicklungstest bei der U7: Wie viele Wörter sollten Kinder beherrschen? 

Im Rahmen der U7-Untersuchung wird geprüft, ob sich ein Kind altersgerecht entwickelt. Dies beinhaltet auch die Sprachentwicklung. Um den Wortschatz des Kindes zu testen, führt der Arzt oder die Ärztin ein Gespräch mit dem Kind und ermittelt so, wie viele Wörter es verstehen kann. 

 

Normalerweise sollte ein Kind mit zwei Jahren 250 Wörter verstehen und 20 bis 50 Wörter selbst sprechen können. Sollte dies nicht der Fall sein, muss geklärt werden, ob das Kind möglicherweise Hörprobleme oder eine Sprachentwicklungsstörung hat. 

25 Wörtern, die Ihr Kind mit zwei Jahren kennen sollte:

  • Mama
  • Papa
  • Oma
  • Opa
  • Da
  • Ball
  • Buch
  • Teddy
  • Puppe
  • Hund
  • Baby
  • Hallo
  • Tschüss
  • Heiß
  • Auf
  • Zu
  • Alle
  • Mehr
  • Nein
  • Ja
  • Hochheben
  • Danke
  • Bitte
  • Schuhe
  • Nase


Sprachentwicklung erfolgt immer im eigenen Tempo 

Der Richtwert, dass Zweijährige 50 Wörter sprechen „sollten“, ist mit Vorsicht zu betrachten. Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo und auf seine eigene Weise. 

Falls bei einem Kind keine Hörprobleme festgestellt wurden und es dennoch einen geringen Wortschatz hat, könnte es ein sogenannter Late Talker sein. In Deutschland sind 20 Prozent aller Zweijährigen späte Sprecher. Dennoch muss nicht jedes Kind, das langsamer spricht, gleich zum Logopäden. „Viele holen im dritten Lebensjahr auf“, beruhigt Dr. Christina Kauschke, Professorin für Klinische Linguistik an der Universität Marburg. 

https://www.fr.de/ratgeber/familie/sprachfortschritt-bei-kleinkindern-25-ausdruecke-die-mit-zwei-jahren-beherrscht-werden-sollten-zr-93373451.html

Die Sendung mit der Maus - Was ist LRS?

Die Maus wird 50. 09.01.2022. 09:21 Min.. UT. AD. Verfügbar bis 30.12.2099. WDR. 


Elin ist zehn Jahre alt und geht in die 4. Klasse. Sie springt gern Trampolin und auch das Zeichnen macht ihr Spaß. Was sie lange Zeit nicht so gerne mochte, war das Lesen. Denn das war anstrengend und mühsam, weil sie oft Buchstaben vertauschte. Das hat einen Grund: Elin hat nämlich LRS – eine Lese-Rechtschreibstörung. Ralph möchte mehr darüber wissen und findet heraus, was bei einer LRS Diagnose im Gehirn passiert. 


https://kinder.wdr.de/tv/die-sendung-mit-der-maus/av/video-was-ist-lrs-100.html


Warum ist Vorlesen in Kindergärten so wichtig?

Vorlesestudie 2021  von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung 27. Oktober 2021

«Neben dem Elternhaus ist die Kita der zweite zentrale Vorleseort für Kinder. Für die Vorlesestudie 2021 haben wir daher erstmalig 507 pädagogische Fachkräfte in Kitas bundesweit befragt. Wir wollten wissen: Wie ist das Vorlesen in Kitas verankert? Und wie nehmen die pädagogischen Fachkräfte die Vorlesesituation in den Familien und ihre Rolle gegenüber den Eltern wahr?
Die erfreuliche Nachricht: In 91 Prozent der Kitas erhalten Kinder mindestens einmal am Tag Impulse durch Geschichten. Das Vorlesen wird vielfältig in den Tagesablauf integriert – als festes Ritual, bei spontanen Gelegenheiten oder als Kombination mit anderen Aktivitäten wie Sport und Bewegung, Basteln oder Spielen. In allen Kitas geht die Initiative zum Vorlesen auch von den Kindern selbst aus. Als einen möglichen Grund dafür nennen 62 Prozent der Fachkräfte, dass Kindern zu Hause zu wenig vorgelesen wird. (...)»
Kitas als Schüsselakteure in der Leseförderung" - Vorlesestudie 2021, repräsentative Befragung von Fachkräften in Kitas
Quelle: Stiftung Lesen"


Wie Kinder sprechen lernen 

Medien _ WDR 5 / Quarks – Wissenschaft und mehr  13. April 2021

«Kinder lernen in erstaunlich kurzer Zeit Sprechen. Schon Fünfjährigen beherrschen ihre Muttersprache fast fehlerfrei. Wie genau sie sich diese Fähigkeiten aneignen und was ihnen dabei hilft, hat Katja Hanke recherchiert.» WDR Mediathek / Podcast (MP3)
Quelle: Westdeutscher Rundfunk (WDR)